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Wirtschaft

Starke Verluste an Asiens Börsen zu Wochenbeginn

Annika Schneider-Lindemann
Zuletzt aktualisiert: April 1, 2025 14:22
Annika Schneider-Lindemann
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Die Börsen in Ostasien haben die neue Handelswoche mit kräftigen Abschlägen begonnen. Besonders in Japan brachen die Kurse deutlich ein. Die Sorge über drohende neue Handelsbarrieren durch die USA führte zu massiven Verkäufen. Auch andere große Börsenplätze der Region zeigten sich verunsichert.

Japanische Indizes mit deutlichem Rückgang

Der Nikkei 225 verlor im frühen Handel über 4 Prozent und rutschte damit unter die psychologisch wichtige Marke von 36.000 Punkten. Am Vormittag notierte der Index bei rund 35.690 Punkten. Das ist der stärkste Tagesverlust seit mehreren Monaten. Auch der breiter aufgestellte Topix gab deutlich nach und sank um mehr als 3,3 Prozent auf etwa 2.667 Zähler.

Die Rückgänge sind vor allem auf wachsende Sorgen über mögliche Zollmaßnahmen der US-Regierung zurückzuführen. Marktteilnehmer befürchten, dass neue Handelszölle von bis zu 20 Prozent auf Importe aus verschiedenen Ländern erhoben werden könnten – mit erheblichen Auswirkungen auf exportstarke Volkswirtschaften wie Japan.

Kospi, Hang Seng und Shanghai unter Druck

Auch Südkorea blieb nicht verschont: Der Kospi fiel um mehr als 2 Prozent, was vor allem auf die enge Handelsverflechtung mit den USA und China zurückzuführen ist. 

In Hongkong verlor der Hang Seng Index rund 1,2 Prozent. Der Markt reagierte damit nervös auf die unklare Lage in Bezug auf die chinesisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen.

In China selbst hielten sich die Verluste in Grenzen. Der Shanghai Composite Index bewegte sich nur leicht im Minus und zeigte relative Stabilität. Marktbeobachter führen dies auf staatliche Stützungsmaßnahmen und Erwartungen stabiler Geldpolitik zurück.

Unsicherheit dämpft Anlegerstimmung

Händler sprachen von einem „klaren Signal der Vorsicht“. Die Unsicherheit über mögliche wirtschaftspolitische Entscheidungen aus den USA belaste die Risikobereitschaft erheblich. Vor allem exportorientierte Branchen wie Elektronik, Maschinenbau und Automobil litten unter den Abverkäufen.

Analysten rechnen kurzfristig nicht mit einer Beruhigung. Solange keine Details zur US-Zollstrategie bekannt sind, dürfte die Volatilität hoch bleiben. Investoren seien gut beraten, vorerst defensiv aufgestellt zu bleiben, hieß es in mehreren Kommentaren aus der Branche.

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