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Unternehmen

Santander greift nach US-Bank und plant Megaübernahme

Leonie Braun
Zuletzt aktualisiert: February 4, 2026 18:38
Leonie Braun
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Contents
Großer Schritt in einen der wichtigsten BankenmärkteWebster bringt starke regionale Präsenz einSantander seit Jahren in den USA aktivÜbernahme als Teil langfristiger WachstumsstrategieStarke Geschäftszahlen liefern RückenwindAktienrückkauf trotz GroßakquisitionSignalwirkung für den europäischen Bankensektor

Die spanische Großbank Santander will ihre Expansion in den Vereinigten Staaten mit einem spektakulären Zukauf beschleunigen. Geplant ist die Übernahme der amerikanischen Regionalbank Webster Financial zu einem Kaufpreis von 12,2 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 10,3 Milliarden Euro). Sollte der Deal wie vorgesehen umgesetzt werden, würde es sich um eine der größten Akquisitionen handeln, die je eine europäische Bank in den USA vorgenommen hat.

Großer Schritt in einen der wichtigsten Bankenmärkte

Santander zählt bereits zu den größten Kreditinstituten Europas und ist seit vielen Jahren auf dem US-Markt präsent. Durch den Kauf von Webster würde der Konzern seine Stellung deutlich ausbauen. Gemessen an der Bilanzsumme würde Santander in den Kreis der zehn größten Geschäftsbanken der Vereinigten Staaten aufsteigen.

Verwaltungsratschefin Ana Botín bezeichnete den geplanten Zukauf als strategisch entscheidend und erklärte wörtlich:
„Die Übernahme ist von zentraler Bedeutung für den Ausbau unseres Geschäfts in den USA.“

Webster bringt starke regionale Präsenz ein

Die Zielbank Webster Financial ist vor allem im Nordosten der Vereinigten Staaten stark positioniert. Schwerpunkte liegen in New York, Massachusetts und Connecticut. Der Konzern betreibt dort knapp 200 Filialen und verfügt über eine solide Kundenbasis im Privat- und Firmenkundengeschäft.

Mit dem Erwerb würde Santander nicht nur zusätzliche Marktanteile gewinnen, sondern auch direkten Zugang zu einer Region mit hoher wirtschaftlicher Dynamik erhalten.

Santander seit Jahren in den USA aktiv

Santander ist bereits seit dem Kauf der Sovereign Bank im Jahr 2005 in den Vereinigten Staaten vertreten. Seither hat der Konzern seine Aktivitäten schrittweise ausgeweitet. Besonders stark ist die Bank im Bereich Autofinanzierung, wo sie inzwischen zu den größten Anbietern des Landes zählt.

Zuletzt baute Santander zudem die eigene Investmentbank in den USA weiter aus und stärkte damit ihr Angebot für institutionelle Kunden.

Übernahme als Teil langfristiger Wachstumsstrategie

Mit dem geplanten Kauf von Webster verfolgt Santander das Ziel, seine Ertragsbasis geografisch breiter aufzustellen und weniger abhängig von einzelnen Märkten zu werden. Die Vereinigten Staaten gelten als einer der profitabelsten Bankenmärkte weltweit.

Ana Botín unterstrich, dass die Transaktion langfristig Wert für Aktionäre schaffen solle und sich nahtlos in die bestehende Wachstumsstrategie einfüge.

Starke Geschäftszahlen liefern Rückenwind

Parallel zu den Übernahmeplänen veröffentlichte Santander aktuelle Geschäftszahlen. Der Nettogewinn stieg im Jahr 2025 um zwölf Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Damit übertraf die Bank die Erwartungen vieler Analysten.

Das solide Ergebnis verschafft dem Institut finanziellen Spielraum für Expansion und Investitionen.

Aktienrückkauf trotz Großakquisition

Trotz der milliardenschweren Übernahme betonte Botín, dass die Pläne zur Vergütung der Anteilseigner nicht beeinträchtigt würden. Wörtlich erklärte sie:
„Die Transaktion steht unseren Vorhaben zur Ausschüttung an die Aktionäre nicht im Wege.“

Der Verwaltungsrat genehmigte zusätzlich ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von fünf Milliarden Euro. Damit signalisiert Santander Vertrauen in die eigene Kapitalstärke und in die künftige Geschäftsentwicklung.

Signalwirkung für den europäischen Bankensektor

Sollte der Deal zustande kommen, hätte er auch eine hohe symbolische Bedeutung. Europäische Banken treten seit Jahren in den USA vergleichsweise selten als Käufer großer Institute auf. Die geplante Übernahme unterstreicht den Anspruch von Santander, zu den global führenden Banken aufzuschließen.

Marktbeobachter sehen darin ein Zeichen, dass sich große europäische Geldhäuser wieder stärker auf internationale Expansion konzentrieren.

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