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International

Modelegende Giorgio Armani ist tot 

Friedrich Becker
Zuletzt aktualisiert: September 4, 2025 19:39
Friedrich Becker
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Contents
Abschied von einem Titan der ModeweltVom einfachen Jungen aus Piacenza zum WeltstarAufstieg mit zeitloser EleganzArmani als Unternehmer und IkoneEin Werk, das bleibt

Abschied von einem Titan der Modewelt

Der italienische Modeschöpfer Giorgio Armani ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Wie sein Unternehmen mitteilte, sei er „im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen“. Bis zuletzt habe Armani gearbeitet und sei unermüdlich seiner Leidenschaft für Mode nachgegangen. Noch bei den jüngsten Mailänder Modenschauen blieb sein Platz leer – das Modehaus hatte damals erklärt, er erhole sich in seinem Zuhause.

Vom einfachen Jungen aus Piacenza zum Weltstar

Geboren wurde Armani am 11. Juli 1934 in Piacenza, einer norditalienischen Stadt. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf; sein Vater war Transportunternehmer. Zunächst studierte Armani Medizin, brach jedoch nach zwei Semestern ab und leistete Wehrdienst. Seine Laufbahn begann er als Schaufensterdekorateur, ehe er als Einkäufer für das Kaufhaus La Rinascente in Mailand tätig wurde. Den entscheidenden Schritt in die Mode machte er bei Nino Cerruti, wo er begann, Anzüge zu entwerfen.

Aufstieg mit zeitloser Eleganz

1975 gründete Armani gemeinsam mit seinem Partner Sergio Galeotti das Unternehmen Giorgio Armani S.p.A.. Innerhalb weniger Jahre avancierte die Marke zu einem Synonym für zeitlose Eleganz. Besonders seine schlichten, perfekt geschnittenen Anzüge revolutionierten die Herrenmode. Armani setzte auf klare Linien, dezente Farben und luxuriöse Stoffe. Hollywood griff den Stil begeistert auf: Filme wie „American Gigolo“ (1980) machten seine Entwürfe weltweit berühmt.

Armani als Unternehmer und Ikone

Armani wurde nicht nur zum gefeierten Designer, sondern auch zu einem der reichsten Männer Italiens. Sein Modeimperium umfasste neben der Hauptlinie auch Marken wie Emporio Armani, Armani Exchange und exklusive Luxuslinien. Darüber hinaus erweiterte er seine Marke in Bereiche wie Parfum, Kosmetik, Möbel und sogar in die Hotellerie. Sein geschätztes Privatvermögen lag zuletzt im mehrstelligen Milliardenbereich.

Sein Name stand stets für einen unverwechselbaren Stil, der den Begriff der „Powerdressing“-Ära in den 1980er Jahren prägte. „Ich wollte immer Mode entwerfen, die die Persönlichkeit des Trägers unterstreicht und nicht überdeckt“, sagte Armani einst.

Ein Werk, das bleibt

Auch wenn Giorgio Armani nicht mehr unter uns ist, so bleibt sein Einfluss unvergessen. Er definierte über Jahrzehnte hinweg, was italienische Eleganz bedeutet, und prägte Generationen von Designern und Modehäusern. Sein Lebenswerk ist in zahllosen Kleiderschränken, auf internationalen Laufstegen und in den Erinnerungen der Modewelt verankert.

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